Assessment-Center sind ein sehr beliebtes Auswahlverfahren, um die fachlich sowie persönlich am besten passenden Kandidaten für eine Vakanz zu identifizieren. So müssen sich bei mehr als der Hälfte der Unternehmen die Bewerber in einem Assessment-Center beweisen (RecruitingTrends 2017, Staufenbiel). Neben den typischen Gruppendiskussionen, Rollenspielen oder Präsentationen ist auch häufig ein Business Case (Fallstudie, Postkorbübung) Teil des Assessment-Centers.

Gerne wird der Business Case an ein unternehmensspezifisches Szenario angelehnt, um die jeweiligen Anforderungen des Arbeitsalltags abzubilden und sicherzustellen, dass die Bewerber realitätsnahe Aufgaben bearbeiten. Der Bewerber übernimmt im Business Case die Rolle eines Mitarbeiters und versetzt sich in dessen geschäftliche sowie private Situation. Dazu erhält er eine Vielzahl an E-Mails mit Kundenaufträgen, Vorgaben oder Anliegen, die in einer vorgegebenen Zeitspanne zu bearbeiten sind. Dazu muss der Kandidat Entscheidungen treffen, Termine abstimmen oder Konflikte identifizieren. Darüber hinaus ist die Priorisierung der Aufgaben hinsichtlich Wichtigkeit und Dringlichkeit wesentlich.

Die Kernkompetenz, die mit dem Business Case erfasst wird, ist das komplexe Problemlösen. Diese befähigt den Kandidaten, sich in einer neuartigen und intransparenten Arbeitsumgebung zu orientieren, Strukturen und Prozesse richtig wahrzunehmen sowie Zielkonflikte auszubalancieren. Außerdem ist es möglich zu erfassen, wie der Bewerber Informationen herausfiltert, strukturiert, ergebnisorientiert einsetzt und wie er sich in Entscheidungssituationen verhält.

Eingesetzt wird der Business Case als Teil des ACs bei der Auswahl sowohl von Trainees, Professionals und Führungskräften. Im Rahmen der Personalentwicklung dient er der Identifikation von Potenzialträgern und Führungsnachwuchskräften. Erfahren Sie in unserem Projektbericht, wie das Unternehmen Adolf Würth den Business Case von ALPHA-TEST einsetzt.