Gerechtigkeit und Transparenz – bei der Bezahlung, den Karriereperspektiven und der allgemeinen persönlichen Behandlung. Obwohl Gleichbehandlung Standard in allen Lebensbereichen sein sollte, ist dies häufig in der Praxis nicht der Fall. Das zeigen etwa die seit langem anhaltenden Diskussionen über die Lohngerechtigkeit zwischen Mann und Frau oder auch die Forderung nach Offenlegung der Gehälter von Managern und Politikern.

Im Rahmen dieser Debatte berichtete etwa das Handelsblatt am vergangenen Donnerstag (30.03.2017). Demnach „[..] müssen Betriebe mit mehr als 500 Beschäftigten, die einen Lagebericht nach dem Handelsgesetzbuch zu erstellen haben, künftig regelmäßig über den Stand der Gleichstellung und der Lohngleichheit informieren“. Alleine in Deutschland sind demnach mehr als 18.000 Betriebe hiervon betroffen. Doch wo beginnt Gleichstellung? Im Rahmen der eigenen beruflichen Laufbahn sicherlich schon bei der Arbeitsplatzsuche – und damit beim Bewerbungsverfahren. So möchte doch ein jeder Bewerber die gleiche Chance erhalten, sich in diesem Prozess zu beweisen. Personalabteilungen stehen dabei vor der Herausforderung, diese Erwartung in Einklang mit der großen Anzahl an Interessenten zu bringen. Keine leichte Aufgabe.

An dieser Stelle kommen die Vorteile von Online-Tests zum Tragen: Objektivierbare Leistungskriterien im Sinne von fachlichen und überfachlichen Anforderungen werden abgefragt, ohne dabei den Bewerber zunächst aus persönlicher Hinsicht zu bewerten. Die Fehlbeurteilung nach Pseudokriterien, etwa durch unterbewusste Einflussnahme von Bildern auf die Beurteilung der fachlichen Eignung eines Kandidaten, wird dadurch weitestgehend ausgeschlossen. Mehr noch: Neben dem Gerechtigkeitsaspekt bieten Online-Tests den Personalverantwortlichen die Möglichkeit, ihre Entscheidungen für oder gegen einen Kandidaten mit standardisierten Leistungskriterien zu belegen. Sollten also Zweifel an den Gleichstellungsabsichten im Auswahlprozess einer Organisation aufkommen, bietet sich den handelnden Personen die Möglichkeit, diesen mit den Leistungsergebnissen der Online-Tests entgegenzutreten. Wieso also nicht bereits im Bewerbungsprozess ansetzen und hier die Bereitschaft zu Gleichstellung und Transparenz unter Beweis stellen?